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Portraits von Menschen in Selbsthilfegruppen der Selbsthilfekontaktstelle
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Ausstellung Portraits Selbsthilfegruppen

Portraits von Menschen in Selbsthilfegruppen

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Menschen erzählen

Ausstellung Portraits Selbsthilfegruppen

Unter dem Motto „Geborgenheit und Stärke in der Gemeinschaft finden“ fand im April 2017 eine Portraitausstellung  von Mitgliedern und Vertretern der Selbsthilfegruppen der Selbsthilfekontaktstelle der Germeringer Insel statt.

In dieser Serie möchte wir Ihnen Menschen vorstellen, die erzählen, was für sie Selbsthilfe bedeutet und warum freiwilliges Engagement so wichtig ist.

Monique Braun, Selbsthilfe-Koordinatorin und leidenschaftliche Hobby-Fotografin hat mehr als 30 Menschen fotografiert und befragt. Sie berichtet, wie wertvoll Selbsthilfegruppen für Menschen mit gesundheitlichen oder sozialen Problemen sind. Besonders hervorgehoben wird von den Teilnehmern die emotionale Unterstützung und Motivation, die sie in der Gruppe erhalten.

Albert Metz

Selbsthilfegruppen: Portrait Albert Metz

1977 hörte ich auf einem Sportlehrgang erstmals von einer ambulanten Herzsportgruppe, die Sport mit Herzinfarktpatienten anbietet. Aufgrund meiner Erfahrung im Vorstand des SV Germering wurde mir die Leitung dieser Gruppe übertragen.

Eine Selbsthilfegruppe hilft dabei, einen neuen Freundeskreis aufzubauen. Die Mitglieder der Gruppe können sich austauschen, was dazu beiträgt, eventuelle Ängste abzubauen. Es kann Menschen geholfen werden, die beispielsweise von einem plötzlichen Ereignis wie einem Herzinfarkt getroffen wurden.

Albert Metz

Andreas Japes

Portrait: Andreas Japes

Die Selbsthilfegruppe soll die Teilnehmer/innen dabei unterstützen, zur Krisenbewältigung ihre psychische Widerstandsfähigkeit zu aktivieren und sich durch Rückgriff auf ihre eigenen Ressourcen zu entwickeln. Dazu muss sich der Betroffene – da die Gruppe keinen therapeutischen Auftrag hat – in Eigenverantwortung seiner Situation gleichsam „in einem Spiegel“ stellen.

Hilfe erfährt er dabei durch den gleichwertigen Austausch mit ebenso Betroffenen. Der direkten Kommunikation kommt dabei eine zentrale Funktion zu, wobei sie über die kopfgesteuerte Ebene hinaus auch die physische Erfahrung erfasst. Die Themen berühren die Teilnehmer/innen individuell, die sich durch die Gruppe verändern.

Eine Selbsthilfegruppe ist eine Gemeinschaft des Gebens und Nehmens und in einer Zeit allgemein nachlassenden sozialen Engagements umso unentbehrlicher. Für wünschenswert halte ich mehr Austausch und Zusammenarbeit von Krankenhäusern, Krankenkassen, Therapeuten/innen und gemeinnützigen Institutionen.

Andreas Japes

Alois Elmauer

Portrait: Alois Elmauer

Selbsthilfe heißt, jemandem „helfen, sich selbst zu helfen“, ihn zu unterstützen und zu beraten. Diese Ratschläge muss der Betroffene dann selbst verwirklichen; sie sind nicht verbindlich, sondern ihre Umsetzung liegt in seiner Eigenverantwortung.

Der Besuch einer Selbsthilfegruppe ist zu empfehlen, weil dort gleichartig Betroffene sind, mit denen man sich austauschen kann. Jeder kann frei von sich erzählen ohne Druck von Angehörigen oder Betreuern und Betreuerinnen. Im Unterschied zum Internet kann man in einer Selbsthilfegruppe direkte Fragen stellen und erhält in der Gruppe eine Resonanz, die dann zu weiteren Fragen führen kann. Man kann offen reden. Langjährige Teilnehmer/innen sind ihrerseits schon zu Experten/innen geworden, deren Erfahrung hilfreich ist.

Für mich hat die Selbsthilfegruppe zu einer positiven Veränderung geführt im Hinblick auf das soziale Umfeld wie auch auf meine eigene soziale Einstellung. War ich zunächst allein, so kann ich jetzt eher die Wohnung verlassen und wieder am sozialen Leben teilnehmen, besser mit anderen kommunizieren und mich verständlich machen.

Alois Elmauer

Aloisia König

Portrait: König Aloisia

Viele Menschen, besonders Alte oder Kranke, leben allein.

In einer Selbsthilfegruppe treffen sich Menschen, die mit Krankheit oder Behinderung leben müssen. In der Gruppe wird man mit all seinen Sorgen angenommen und verstanden und erhält Informationen durch Literatur oder Vorträge. Wichtig ist nicht zuletzt das gesellige Beisammensein. Schon seit vielen Jahren lese ich die Mitteilungen in der Zeitung über Treffen der verschiedenen Selbsthilfegruppen.

Nach meiner Erkrankung überzeugte mich die Leiterin der Krebsgruppe, Annegret Weidemann, der Selbsthilfegruppe beizutreten. Dies war eine gute Entscheidung, denn nach einem Treffen fühle ich mich zuversichtlicher und mit neuem Lebensmut bestärkt.

Aloisia König

Aufgaben von Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Menschen auf regionaler Ebene, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten (physischer oder psychischer Art) und/oder sozialen Problemen richten, von denen sie entweder selber oder als Angehörige betroffen sind.

Sie wollen mit ihrer Arbeit keinen Gewinn erwirtschaften. Ihr Ziel ist eine Veränderung der Lebensumstände der Gruppenmitglieder und häufig auch ein Hineinwirken in das soziale und politische Umfeld.

In der regelmäßigen, oft wöchentlichen Gruppenarbeit betonen sie Gleichstellung, das gemeinsames Gespräch und die gegenseitige Hilfe.

Selbsthilfegruppen werden in der Regel von Betroffenen rein ehrenamtlich geleitet; und richten sich insbesondere an Betroffene und deren Angehörige. Selbsthilfegruppen bieten Hilfestellung für die Alltagsbewältigung und geben emotionale Unterstützung. Die Zielrichtung der Selbsthilfegruppen ist nicht nur darauf ausgerichtet, Angebote für Gleichbetroffene bereitzustellen. Vielmehr sind Betroffene die Initiatoreninnen und Initiatoren von Maßnahmen und wirken bei der Konzipierung und Durchführung dieser Maßnahmen unmittelbar mit.

Selbsthilfegruppen werden nicht von professionellen Helferinnen und Helfern (z. B. Ärzten, Therapeuten, anderen Medizin- oder Sozialberufen) geleitet; manche ziehen jedoch gelegentlich Expertinnen und Experten zu bestimmten Fragestellungen hinzu.

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